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27.09.2016, 11:08 Uhr
Landwirte zu Besuch bei den südwestfälischen CDU-Abgeordneten in Düsseldorf

„Künftige Landwirtschaftspolitik muss vor allem dem Landwirt und der Zukunftsfähigkeit des Dorfes dienen“, erklärte Klaus Kaiser, Sprecher der südwestfälischen CDU-Abgeordneten, und stellvertretender Fraktionsvorsitzender in Düsseldorf. Zusammen mit seinen südwestfälischen CDU-Landtagskollegen hatte er Vertreter der Landwirtschaft aus Südwestfalen nach Düsseldorf eingeladen. Gemeinsam diskutierte man über die aktuelle Situation in der Landwirtschaftspolitik.

Neben den südwestfälischen CDU-Abgeordneten Klaus Kaiser, Jens Kamieth, Matthias Kerkhoff, Werner Lohn und Thorsten Schick waren die Vertreter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes sowie die Kreislandwirte aus den fünf südwestfälischen Kreisen in Düsseldorf zu Gast. Aus dem Kreis Soest waren Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes Kreisverband Soest, und Dirk Schulze-Gabrechten, Kreislandwirt, bei dem Gedankenaustausch vertreten.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Bilanz der rot-grünen Landwirtschaftspolitik seit 2010. Eingeladen zu dieser Runde war auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christina Schulze Föcking. Sie zog eine Bilanz der letzten 6 Jahre rot-grüner Landwirtschaftspolitik. Leitmotive dieser Politik seien der Generalverdacht gegen die Landwirtschaft und eine Missachtung der vielen Leistungen der Landwirt und ihrer Familien.

Durch immer mehr einseitige landesseitige Auflagen, wie das Landesnaturschutzgesetz, das Landeswassergesetz oder den Klimaschutzplan werden der Landwirtschaft immer mehr Steine in den Weg gelegt. Das sei gerade in einer Phase, in der die Landwirte vor Ort mit erheblichen Verwerfungen auf dem Weltagrarmarkt kämpfen müssen, absolut unverständlich. Schulze-Föcking erklärte: „Ein guter Landwirtschaftsminister müsse ein Sachwalter für die Interessen der Landwirte sein. Davon aber könne man in den letzten Jahren nicht sprechen. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil unseres Landes. Sie prägt ganze Landschaften und Regionen. Deshalb liegt sie uns als CDU am Herzen.“

Die heimische Landwirtschaft ist nicht nur für unsere Nahrungsmittelerzeugung unverzichtbar, sondern auch für den Umweltschutz und die Heimat- und Kulturpflege. Mit jedem Hof der verschwindet, verlieren unsere Dörfer ihr Gesicht und eine teilweise jahrhundertelange Geschichte endet. „Wir wollen und können den Strukturwandel nicht aufhalten, wir können ihn aber begleiten, für faire und verlässliche Rahmenbedingungen sorgen und unnötige und überflüssige Mehrbelastungen der Betriebe verhindern. Und vor allem wollen wir Landwirtschaft und Verbraucher zusammen führen und nicht länger spalten. Das ist unser Ziel“, so Schulze-Föcking. „Wir müssen auch davon abkommen, biologisch- und konventionell-produzierende Landwirtschaftsbetriebe unterschiedlich zu bewerten. Gute Bäuerinnen und Bauer kümmern sich um jedes Tier und alle ihre Pflanzen, egal ob Bio oder konventionell“, ergänzte Thorsten Schick, Mitglied im für Landwirtschaft zuständigen Umweltausschuss im Landtag.
aktualisiert von Guido Niermann, 27.09.2016, 11:15 Uhr