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27.07.2016, 11:15 Uhr
Westfälische CDU will Medizinstudium an der Universität Siegen
Peter Liese: Wir brauchen mehr Medizinstudienplätze und diese sollten nicht nur im Rheinland und im Ruhrgebiet entstehen

Bei einem Treffen der westfälischen Bezirksverbände der CDU vor einigen Wochen in Rheda-Wiedenbrück wurde auch über die medizinische Versorgung in Westfalen gesprochen. Erstmals hatten sich alle drei Bezirksverbände der CDU, d.h. Südwestfalen, Ostwestfalen-Lippe und Münsterland zuzüglich einiger Vertreter des westfälischen Ruhrgebietes getroffen, um die Interessen Westfalens zu bündeln. „Wir haben das Problem, dass in der Landesregierung oft nur an die Rheinschiene und das Ruhrgebiet gedacht wird. Deshalb müssen wir lauter auf die Anliegen Westfalens hinweisen“, so Dr. Peter Liese.
Unser Bild zeigt v.l.n.r.: Bernd Brandemann, Dr. Peter Liese MdEP und Dr. Uta Butt.

Ein wichtiges Anliegen ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung. Die CDU in Siegen-Wittgenstein setzt sich seit langer Zeit für die Schaffung von Medizinstudienplätzen (Einrichtung einer medizinischen Fakultät) an der Universität Siegen ein. Sie wird dabei vom südwestfälischen CDU-Europaabgeordneten und Arzt Dr. Peter Liese massiv unterstützt.

Mittlerweile gibt es einen einstimmigen Beschluss des Kreistages, der das Anliegen unterstützt. „Um die ärztliche Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten in Zukunft sicher zu stellen, brauchen wir mehr Ärzte. Die Einstellung der jungen Menschen hat sich geändert. Sowohl Frauen als auch Männer sind nicht bereit rund um die Uhr und auch am Wochenende zu arbeiten. Daher muss ein Arzt der in Ruhestand geht, im Schnitt von anderthalb Ärzten ersetzt werden. Deswegen brauchen wir mehr Medizinstudienplätze.

Bisher gibt es solche in Nordrhein-Westfalen praktisch nur im Rheinland und im Ruhrgebiet, eine Ausnahme bildet die Uniklinik Münster. Dies muss sich ändern, infolgedessen unterstützt die CDU weit über Siegen-Wittgenstein hinaus, die Einrichtung der medizinischen Fakultät an der Uni Siegen“, so Peter Liese. Liese hat sich in den letzten Monaten intensiv mit Experten, z.B. dem Präsidenten der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Herrn Dr. Theo Windhorst, und dem Vorsitzenden des Medizinischen Fakultätentags (Zusammenschlüsse aller medizinischen Fakultäten in Deutschland), Herrn Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, auseinandergesetzt.

Bei einem Gespräch mit Bernd Brandemann (Vorsitzender der CDU Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein) und Dr. Uta Butt (Vorsitzende des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises der CDU Siegen-Wittgenstein) tauschte sich Peter Liese über die Situation aus. „Wir sind dankbar für jede Unterstützung und die eindeutige Willensbekundung im Kreis dafür, Südwestfalen als Gesundheitsstandort noch nachhaltiger zu profilieren. Das wird auch die beteiligten Krankenhäuser und Praxen in ihrer Teilhabe am medizinischen Fortschritt im Interesse der Patienten und einer wohnortnahen Versorgung zu stärken“, betonte Bernd Brandemann bei dem Gespräch.
aktualisiert von Guido Niermann, 27.07.2016, 11:19 Uhr